Eine ebenbürtige Partnerin

Als Zeitzeugin tief greifender geistiger und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse des 16. Jahrhunderts, ist es überraschend aktuell, was „die Lutherin“ ihrem Martinus hier zu sagen hat: „Stiften muss man den Frieden. Und wenn Frieden in jedem einzelnen Haus ist, dann ist Frieden im ganzen Land.“

Klösterlich gebildet und des Lateins mächtig steht Katharina an Luthers Seite als ebenbürtige Partnerin. Ganz der damaligen Arbeitsteilung verpflichtet, ist sie als Hausherrin verantwortlich für das Wohl von nahezu 40 Seelen. Aus dieser fundamentalen Lebenspraxis heraus zeigt sie eine natürliche Geistigkeit und tiefe weibliche Urteilskraft, wenn sie gleichsam beim Suppe-Rühren über Armut, Gehorsam oder das Werk ihres Mannes sinniert.

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  Bühnenfoto: Elisabeth Haug als Katharina von Bora, sitzend